Spielberichte - 2. Herren


Umbruch bei den 1860-Herren

2. Herren - Oberliga

Oberliga-Volleyballer starten mit Personalsorgen in die Saison

Kurz vor knapp konnten sich die Oberliga-Volleyballer von Bremen 1860 II noch über ein neues Trainergesicht freuen. Ein alter Bekannter: Bernd Binkowski.

 

Er leitete vor vielen Jahren bereits die Geschicke der ersten Herren und führte diese aus der Verbandsliga bis in die Regionalliga. Nach mehr als zehn Jahren Abstinenz ist er also wieder in der Oberliga zurück. „Es war leider nur noch sehr wenig Mannschaft über“, berichte Binkowski über seinen Einstand. Und so ist sein Ziel, zunächst überhaupt ein spielfähiges Team aufs Feld zu stellen.

 

Zur Rückrunde Tabellenführer, aber am letzten Spieltag noch um den direkten Klassenerhalt gezittert: Die Volleyballer von Bremen 1860 II haben in der vergangenen Spielzeit so einiges mitmachen müssen. „Uns haben vor allem krankheitsbedingte Ausfälle aus dem Tritt gebracht“, erklärt der scheidende Coach Klaus Hoyer. Mit einem Sieg im vorletzten Spiel der Saison gelang der Klassenerhalt und nach einer kurzen Pause sollte dann klar sein, wie es mit der Mannschaft weitergeht. Bis Ende August war nur klar, dass Hoyer nicht mehr als Trainer zur Verfügung stand und sieben Spieler die Mannschaft verlassen würden. „Mein Sohn Julian ist nun auf dem Sportinternat in Berlin, da möchte ich ihn schon gerne am Wochenende besuchen und das geht mit einem Trainerposten nicht zusammen“, erklärt Hoyer seinen Rückzug.

 

Sieben Abgänge müssen verkraftet werden. Die Leistungsträger Julian Hoyer und Benedict Gerken gehen als Jugendnationalspieler zum Bundesstützpunkt des VC Olympia Berlin. Kapitän Paul Bormann wechselte zu den eigenen ersten Herren in die Dritte Liga, Niclas Thuernagel nimmt sein Sportstudium in Oldenburg auf und wird für den Oldenburger TB in der Regionalliga spielen. Daniel Müller und Justin Röpke wechseln zum Ligakonkurrenten VG Delmenhorst-Stenum. Timur Divanouglu und Jonas Wessendorf werden höchstwahrscheinlich zum Studium Bremen verlassen.

 

Den sieben Abgängen stehen gerade einmal vier Neuzugänge gegenüber. Tim Meywerk wird von den ersten Herren zurück in die Oberliga wechseln. Der 14-jährige Pit Preuß und seine Mannschaftskameraden des Jahrgangs 2002, Jonas Bachmann und Lajos Lenth, stoßen aus der eigenen Jugend hinzu, wobei Bachmann und Lenth nur als Aushilfe gesehen werden sollen, denn sie selbst spielen noch in der vierten Mannschaft des Vereins. Mit insgesamt neun Spielern wäre der Kader mehr als dünn. „Die Gespräche mit einigen anderen Spielern laufen“, sagt Binkowski. „Ich möchte ein Team zusammenstellen, und das soll nach seinen Möglichkeiten gute Spiele abliefern, mehr kann ich derzeit nicht verlangen“, so der Trainer zu den Chancen seines Teams, den Oberligaplatz zu halten. Start für den Neubeginn ist an diesem Sonnabend um 15 Uhr bei der VG Delmenhorst-Stenum.

 

 Zeitungsartikel vom 14.09.2017 aus dem Weser-Kurier von Katja Nonnenkamp-Klüting

 

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1860 verspielt möglichen Sieg


Volleyballer verlieren noch 2:3

Herren 2:

Es hätte durchaus ein 3:0-Sieg werden können, schließlich führten die Oberliga-Volleyballer von Bremen 1860 gegen den derzeitigen Tabellenführer Oldenburger TB bereits mit 2:0 Sätzen. Es folgten jedoch drei Durchgänge, in denen das Team von Trainer Klaus Hoyer den Gegner stark machte und quasi gegen sich selbst gewann. Die gastgebenden Oldenburger triumphierten so doch noch im Tiebreak und die Bremer gingen bei ihrer 2:3 (25:22, 25:22, 22:25, 18:25, 10:15) Niederlage mit nur einem Punkt nach Hause.

 

Der Sieg war so nahe, und am Ende doch so fern. „Nach zwei erfolgreichen Sätzen spielten wir im dritten Durchgang bis zum 22:22 und dann ging nichts mehr“, erklärte Hoyer im Anschluss an die Partie. Seinem Team unterliefen fortan zu viele einfache Fehler. Ein „Dankeball“, der direkt zum Gegner gebaggert wurde, Abstimmungsprobleme in der Annahme, schlechte Blockarbeit und wenig Druck im Angriff von seinen der 1860er, ließen die Oldenburger nach ihrem 0:2-Satzrückstand wieder ins Spiel finden. „Wir haben den Gegner stark gemacht“, so Hoyer.

 

Dabei glänzten die 1860-Spieler Jonas Wessendorf, Philip Overlander sowie Daniel Müller immer wieder bei spektakulären Abwehraktionen. Es folgten jedoch zu viele Fehler, vor allem im Spielaufbau.

 

Zeitungsartikel vom 19.01.2017 aus dem Weser-Kurier von Katja Nonnenkamp-Klüting

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Ein Talent startet durch


1860-Volleyballer Julian Hoyer ist für die Jugendnationalmannschaft nominiert

Julian Hoyer ist als Außenangreifer bei Bremen 1860 bereits eine feste Größe. Jetzt wurde er für die Jugend-Nationalmannschaft nominiert. (Foto: Katja Nonnenkamp-Klüting)
Julian Hoyer ist als Außenangreifer bei Bremen 1860 bereits eine feste Größe. Jetzt wurde er für die Jugend-Nationalmannschaft nominiert. (Foto: Katja Nonnenkamp-Klüting)

Das ist wohl der Traum eines jeden jungen Leistungssportlers: ein Platz im Jugendnationalteam. Genau dieser Traum ist für den 15-jährigen Julian Hoyer kürzlich in Erfüllung gegangen. Er schaffte den Sprung in den Kader der Volleyball-Jugendnationalmannschaft.

 

Auf das Nachwuchstalent, das derzeit für die Oberligamannschaft von Bremen 1860 spielt und bei den ersten Herren in der Regionalligamannschaft mittrainiert, wurden die Nationaltrainer Matus Kalny, Johann Verstappen und Silke Lüdike beim Bundespokal Nord der männlichen U 16 im vergangenen Oktober aufmerksam. Hoyer setzte sich mit der Auswahl des Nordwestdeutschen Volleyball-Verbands (NWVV) gegen die favorisierten Berliner und Nordrhein-Westfalen durch und gewann den Titel. Chef-Verbandstrainer des NWVV, Uwe Wallenhorst, sah ein gut aufgelegtes Team, aus dem sich auch 1860-Mannschaftskollege Benedikt Gerken (Bremen 1860/TV Baden) und Filip John (FC Schüttorf 09) für die Nationalmannschaft empfahlen.

 

„Die Jungs haben sich ihre Nominierung mehr als verdient, zu Recht haben sie den Bundespokal Nord gewonnen“, sagt Wallenhorst. Hoyer sei ein wertvoller Spieler und gehöre bundesweit zu den Top-Akteuren. „Ich spiele seit vier Jahren Volleyball, mein Vater hat mich schon als Baby mit in die Halle genommen“, erzählt Außenangreifer Hoyer. Und die Volleyballbegeisterung kommt nicht von ungefähr. Seine Mutter Li spielte von 1998 bis 1999 in der Bundesligamannschaft des TVdB und sein Vater Klaus ist als Trainer bei Bremen 1860 aktiv.

 

Zusammen mit 43 Spielern des Jahrgangs 2001/2002 aus ganz Deutschland wurde Hoyer nun Ende November an den Bundesstützpunkt Kienbaum (bei Berlin) eingeladen, um sich dort zu beweisen. „Es war eine sehr spannende Woche mit vielen guten Athleten und man konnte viele Erfahrungen sammeln“, beschreibt der 15-Jährige die aufregenden Tage der Sichtung.

Auf der viertägigen Sichtung wurde den Schützlingen von Bundestrainer Kalny einiges abverlangt. Hoyer überzeugte vor allem mit viel Ballgefühl und seiner variablen Spielweise. „Julian kann sehr viel für sein Alter, ist technisch weit und ein intelligenter Spieler“, beschreibt Kalny den Bremer. Besonders freut er sich, dass es mal wieder ein Talent aus Bremen ins Team geschafft hat: „In Bremen machen die Jugendtrainer sehr gute Arbeit.“

 

Einer dieser Bremer Trainer ist Karim Hakim, der mit den Talenten Hoyer und Gerken als Sportlehrer an der Sportbetonten Schule an der Ronzelenstraße arbeitet. „Julian zeichnet eine gewisse Ruhe in seinen Aktionen aus, zudem ist er schnell und ein guter Springer, für seine 15 Jahre ist er körperlich und spielerisch schon sehr reif“, beschreibt Hakim den Bremer. In der vergangenen Saison spielte er bereits für das Oberligateam von Bremen 1860, unter Trainer Matthias Gilch, bei dem Hoyer jetzt auch regelmäßig Gast beim Training der Regionalligaherren ist, auch Gilch ist voll des Lobes für den Jugendspieler: „Julian ist sehr spielintelligent, er muss seine Ziele nun neu definieren und in allen Bereichen konsequent und diszipliniert sein, da bekommt er meine volle Unterstützung.“

 

Ein neues Ziel könnte das Sportinternat in Berlin sein, wo sich Hoyer voll auf das Volleyballspielen konzentrieren könnte. „Dazu hätte ich schon große Lust, der Sport macht mir Spaß und ich lerne gerne neue Leute kennen“, sagt er. Auch NWVV-Trainer Wallenhorst sieht seine Zukunft eher auf dem Internat: „Das nächste halbe Jahr ist entscheidend, da muss er die richtigen Schritte gehen, gut trainieren und in seinen Grenzbereich kommen.“

Es muss jetzt vorangehen, denn „Stillstand ist Rückschritt“. Wie weit vorwärts es für den Bremer Julian Hoyer geht, wird sich im kommenden Mai zeigen. Dann nämlich stehen die ersten Maßnahmen mit der Nationalmannschaft an.

 

Zeitungsartikel vom 9.1.2017 aus dem Weser-Kurier von Katja Nonnenkamp-Klüting

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